Nach zehn Monaten Bolivien wurde es in den letzten Wochen Zeit das südamerikanische Ausland zu besuchen. Buenos Aires und Montevideo standen auf dem Programm und es hat sich wirklich gelohnt.
Am Anfang schien es noch so, als würde uns die Aschewolke des chilenischen Vulkans Puyehue einen Strich durch die Rechnung machen. Vier Stunden saßen wir am Flughafen und haben um unseren Flug gezittert. Dann ging es endlich los nach Argentinien.
Buenos Aires ist riesig, laut, lebendig. Eine europäische Insel mitten in Südamerika und im Vergleich zu Bolivien eine andere Welt. Wunderschöne alte Gebäude wechseln sich ab mit neuen Hochhäusern. Durch die Stadt zieht sich eine 14-spurige Straße, vorbei an dem 67 Meter hohen Obelisken, dem Wahrzeichen der Stadt. Hier ist immer Trubel. Tagsüber strömen die Menschen vorbei an den Geschäften und gegen Abend entdeckt man immer mehr Tänzer, Fotografen, Maler und sonstige Straßenkünstler die der Stadt ein beeindruckendes Flair verleihen. Etwas abgelegen von der Innenstadt kommt man an den Rio de la Plata, wo es ruhiger zugeht und man sich auf einmal mitten im Grünen wiederfindet, und auch wenn einem abends ordentlich die Beine weh tun, lässt sich Buenos Aires zu Fuß sehr gut erkunden.
Zwischen Buenos Aires und Montevideo fährt täglich der „Buquebus“. Eine moderne Fähre die in ihrem Inneren eher an ein luxuriöses Flugzeug erinnert. Voll mit Touristen und Geschäftsleuten und sogar einem eigenen Duty-Free-Shop. Darin machten wir uns auf den Weg nach Uruguay.
Montevideo ist im Grunde wie Buenos Aires. Nur kleiner, leiser, verschlafen und weniger hektisch, wirkt es neben der argentinischen Hauptstadt mehr wie ein Provinznest. Einen Besuch ist Montevideo aber allemal wert.
Gestern gab es zum passenden Abschluss ein packendes Fußballspiel zwischen Argentinien und Uruguay zu bewundern. Eine starke Partie in der beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt hätten. Am Ende setzte sich Uruguay gegen die argentinischen Hausherren im Elfmeterschießen durch und steht nun im Halbfinale der Copa America.
Soweit vom Sport.
Mama und Katrin sind heil wieder in Deutschland angekommen. Mir verbleiben hier noch ein paar Tage, bevor wir uns alle hoffentlich bald in Deutschland wiedersehen. Ich freue mich auf euch :)
Bis bald.
Euer untch