Hola Hola,
meine Lieben sind mittlerweile hier in Bolivien um mich zu besuchen. Das heißt es geht jetzt schon mit großen Schritten auf das Ende zu und das hier wird wohl einer meiner letzten Blogeinträge.
Was wir in den letzten Tagen erlebt haben ist wirklich unglaublich. In so kurzer Zeit haben sich mir wieder mal die riesigen Unterschiede die dieses Land zu bieten hat, und die manchmal nur so wenige Kilometer auseinander liegen, gezeigt. Von Sucre aus machten wir uns auf nach Potosí, die höchste Stadt der Welt. Hier besuchten wir die Silberminen, wo noch heute unter unvorstellbaren Bedingungen gearbeitet wird. Dann ging es weiter nach Uyuni, die Stadt direkt am Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt. Hier verbrachten wir eine bitterkalte Nacht in einem bescheidenen Hotel. Am nächsten Tag ging es dann los. Zusammen mit drei anderen Deutschen und unserem Guide Placido. Zuerst besuchten wir den Salzsee selbst. An dessen Rand bauen die Bewohner eines nahe gelegenen Dorfes mit Hacke und Schaufel das Salz ab. Hieraus werden unter Anderem Kunstgegenstände gemacht, vor allem wird es aber in verschiedene südamerikanische Länder exportiert. Mitten auf dem Salar findet man dann ein ehemaliges Hotel, komplett aus Salz errichtet. Überhaupt ist dort alles aus Salz. Die Tische, die Stühle, die Häuser. Das Nachwürzen beim Essen stellt unter solchen Bedingungen natürlich auch kein Problem dar. Diese riesige weiße Fläche scheint einfach kein Ende zu nehmen und ist so hell, dass man es ohne Sonnenbrille nicht aushält. Ganz egal ob die Sonne scheint oder nicht. In den nächsten Tagen sahen wir noch verschiedene Lagunen in denen Flamingos leben, auf 4000m, Geysire auf 5000m und eine Lagune deren Wasser blutrot ist. Unsere Tour führte uns bis zur chilenischen Grenze, die wir dann kurzerhand zu Fuß überquerten. Die Nächte waren unvorstellbar kalt, aber für den Sternenhimmel, den man in dieser abgelegenen Gegend ohne jegliche Lichtverschmutzung geboten bekommt lohnt es sich definitiv ein bisschen zu frieren.
Nach einer ruckeligen Nachtfahrt im Bus kamen wir frühmorgens in La Paz an und waren somit zurück in der Zivilisation. Hier ruhten wir uns nur kurz aus. Dann ließen wir die steinigen Wüsten und kargen Berglandschaften der Höhe per Luftweg hinter uns. Unser Flugzeug fasste sage und schreibe 19 Passagiere und hatte 18 Fensterplätze. Ratet mal wer es geschafft hat den einzigen Mittelplatz zu ergattern. Wir landeten in Rurrenabaque, einer kleinen Stadt im bolivianischen Tiefland mitten im Grün des Dschungels. Mit dem Jeep erreichten wir die Ausläufer des Amazonasbeckens und hier verbrachten wir die letzten Tage auf dem Fluss „Beni“. Es war zwar etwas kälter als erhofft und das Ganze ist doch sehr touristisch, so dass man auf dem Fluss ständig auf andere Boote voll mit Gringos trifft, aber es war trotzdem sehr schön. Wir haben in diesen Tagen sehr viele Tiere gesehen. Wir konnten mit Flussdelphinen schwimmen, durften Affen füttern und Piranhas angeln. Ehrlich gesagt war meine liebe Mama die Königin der Piranhas und hat einen nach dem anderen dem Fluss entrissen während ich leer ausging, aber essen durften wir am Abend alle davon. Jetzt sind wir heil wieder in Rurrenabaque angekommen und fliegen morgen zurück nach La Paz. Von dort aus geht es noch ein letztes Mal auf meine geliebte Isla del Sol.
Ich freue mich schon sehr auf alles. Der Reisebericht vom zweiten Teil der Reise folgt dann in etwa zwei Wochen.
Bis dahin und vor allem bis bald.
Euer untch
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