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Freitag, 3. Oktober 2014

Abenteuertour durch die Anden

Nach einem Tag im wenig spannenden Lima ging es weiter nach Cusco - diesmal mit Gepäck! Von dieser sehr schönen, aber leider auch sehr touristischen Stadt starteten wir am Montag unsere viertägige Trekking-Tour zur Inka-Stadt Choquequirao.

Mitten in der Nacht um vier wurden wir abgeholt um uns in einem Minivan erst mal vier Stunden lang durchruckeln zu lassen bis wir schließlich an einem kleinem Laden irgendwo im Nirgendwo rausgelassen wurden. "Brauchen wir Mückenspray?" war unsere erste Frage, doch schon zu spät. Etwa 50 Moskitos hatten Vickys Beine schon aufgefressen - eine blutige Angelegenheit. Doch wer hätte ahnen können, dass die Moskitos hier auch tagsüber arbeiten?! Also schnell mit LSF 50 Sonnencreme und Mückenspray ausgestattet und los ging die Tour. Erst einmal ging es drei Stunden bergab von 2100 auf 1700 Meter. Da ging es uns noch gut. Auch das üppige Mittagessen, das von Vincente, unserem Koch, zubereitet wurde, ließ uns noch nichts böses ahnen. Zutaten, Kochutensilien, Zelte, unser Gepäck und alles andere mussten wir glücklicherweise nicht selbst durch die Anden schleppen, das erledigten Aristo und seine Maultiere für uns. Nach dem Mittagessen scheuchte uns unser Guide Isay allerdings den ersten Berg hinauf. Drei Stunden in sengender Hitze im Zickzack hoch auf 2000 Meter ins Camp Santa Rosa Baja. Dort wurden wir mit einer eiskalten Dusche, einem Bier, einem köstlichen Abendessen und einer harten Matratze belohnt.

Früh am nächsten Morgen ging es auch schon weiter den Berg hinauf auf 2900 Meter - im Nebel des Morgens fällt das zum Glück etwas leichter als in der Nachmittagshitze. Dafür hatten sich allerdings Vickys zerstochene Beine bemerkbar gemacht, was den Aufstieg nicht gerade erleichterte (nicht für Vicky und nicht für Daniel). 

Nach einer kleinen Siesta und Suppe um 10 Uhr morgens ging es endlich zum Ziel unserer Tour. Choquequirao war schon von weitem zu sehen, aber nichts da, gut 1,5 Stunden war es trotzdem noch eine beträchtliche Strecke. Schlag kaputt aber glücklich kamen wir auf dem Hauptplatz von Choquequirao an, als uns unser Guide mitteilte, dass wir jetzt noch einmal eine halbe Stunde runterwandern würden, um die Terassen mit den berühmten Lamas (siehe Foto) ansehen zu können. Das war genau was wir jetzt gebraucht haben. Aber es war definitiv die Mühe wert und beeindruckend was die Inka in solch einer unwirtlichen Umgebung geschaffen haben. Neben den unzähligen Terassen, die zum Lebensmittelanbau genutzt wurden, gibt es einen Hauptplatz, Lagerstätten, einen Zeremonienplatz, ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem - und das ist nur was bisher ausgegraben beziehungsweise rekonstruiert wurde.
Nach zwei weiteren Tagen auf und ab, köstlichen Essen, harten und kalten Nächten, schmerzenden Füßen und unglaublichen Ausblicken, waren wir wieder zurück an unserem Ausgangspunkt, ließen uns vier Stunden zurück nach Cusco durchschütteln und verabschiedeten uns von Cusco indem wir Pepito, das Meerschwein, aßen.

Mittlerweile sind wir in Puno am Titicacasee und was wir hier erleben, lest Ihr im nächsten Blogeintrag.

Bis dahin, hasta luego,

Vicky und untch


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