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Freitag, 31. Oktober 2014

Bevor vor uns in die faszinierenden Straßen von Brasiliens eigentlicher Hauptstadt Rio de Janeiro stürzen, gönnen wir uns erst noch ein paar ruhige Tage auf der Ilha Grande, einer gar nicht so großen Insel rund 150 Kilometer westlich von Rio.
Der Strand in der Bucht Dois Rios
Die Insel ist fürwahr ein Paradies und bietet, auch wenn sie ein touristischer Brennpunkt ist, viele wunderschöne, ruhige und einsame Strände. Der Strand, den wir uns ausgesucht haben, ist entweder per Boot, oder aber per klapprigem Mietfahrrad zu erreichen. Wir entscheiden uns natürlich für die sportliche Variante. Doch unsere Fahrradtour entpuppt sich zunächst als Wanderung. Denn der Berg, der erst einmal überwunden werden will ist viel zu steil, um ihn tatsächlich im Sattel zu bezwingen. Gemeinsam mit einem brasilianischen Pärchen, das uns laufend versichert, dass wir bald oben wären, stapfen wir anderthalb Stunden bergauf, die Fahrräder an unserer Seite. Dann endlich ist es geschafft, wir sind oben. Also auf in den Sattel und runter zum Strand. Harte Sättel und Federungen, sowie steinige Abfahrten machen auch diesen Teil nicht sonderlich angenehm, aber nach 15 Minuten werden wir mit dem Anblick einer fast leeren und wunderschönen Bucht belohnt. Das alte Gefängnis, weswegen wir eigentlich in genau diese Bucht gefahren sind hat leider geschlossen - es ist Sonntag - doch das macht uns überhaupt nichts, wir lassen uns gerne am Strand die Sonne auf den bald verbrannten Bauch scheinen. 
Gezwungenermaßen verbringen wir daher den zweiten Tag Cocktail schlürfend im Schatten. Dann geht es auch schon wieder zurück aufs Festland und auf in die große Stadt.

Künstlertreppe im Künstlerviertel Santa Teresa
In Rio sind wir bei unserem Gastgeber Evandro im beschaulichen Künstlerviertel Santa Teresa untergebracht. Von hier aus erkunden wir die spannende, aber auch sehr anstrengende Stadt. Zu Fuß unternehmen wir eine Tour durchs Stadtzentrum und mit den mehr oder weniger durchschaubaren öffentlichen Verkehrsmittel gelangen wir an die Copacabana und nach Ipanema, nur zwei von Rios langen Stränden.Die Stadt bietet viele Facetten und überrascht uns an dem ein oder anderen Ende ziemlich.
Das Gefühl ist noch da!
Wenn wir es schon nicht zur Weltmeisterschaft nach Brasilien geschafft haben, holen wir uns zumindest einen Nachhall des Gefühls und fahren natürlich auch zum Maracana-Stadion. Nicht nur um eine langweilige Führung zu machen, oder einen Blick ins Museum zu werfen, sondern zum brasilianischen Pokalhalbfinale. Aus lauter Unwissenheit geraten wir in den Gästefanblock, doch die Stimmung und Lautstärke im Stadion über die gesamten 90 Minuten ist einfach unfassbar. Viel rythmischer sind die Fangesänge, viel ausgefallener der Einsatz der Trommeln und wo Platz ist, wird sogar getanzt. Das Heimteam von Flamengo gewinnt 2:0 und auch wenn wir uns davon nicht das Spektakel vermiesen lassen, versuchen wir unter lauter Gästefans nicht allzu fröhlich zu schauen.


Abschied aus Río
Am Abschiedstag aus Rio, aus Brasilien, aus Südamerika, aus dem Urlaub, unternehmen wir einen Ausflug zu Rios wohl bekanntester Sehenswürdigkeit - dem Christo. Da wir ja bekanntlich zwei wahre Frühaufsteher sind, nehmen wir gleich die erste Bahn auf den Gipfel - gelaufen sind wir in diesem Urlaub schließlich schon genug. Noch bevor das alltägliche Gedränge beginnt, sind wir oben und schießen das obligatorische Foto (siehe Foto). Aus der Ferne als auch aus der Nähe wirkt die Statue beeindrucken und vermittelt tatsächlich das Gefühl über die Stadt und ihre Einwohner zu wachen. Mit den einbrechenden Menschenmassen, brechen wir den Abstieg an. Wir wollen nochmal die Sonne genießen bevor es ins viel zu kalte Deutschland geht und entspannen ein paar Stunden lang am Strand von Copacabana - mit Caipi in der einen und frischer Kokosnuss in der anderen Hand.

Jetzt geht es gleich zum Flughafen, und das erste Mal seit wir hier sind weint der Himmel von Rio, damit wir es nicht tun müssen ;)
Das war es also von uns und unserer Reise vielen Dank für das Lesen unseres Blogs.

Bis bald in Deutschland

Vicky und untch





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